Angelika Ziegler - Sculptures in Balance
Bildhauerei ist nicht nur ein Handwerk, es ist ein kreativer Ausdruck, der die Verbindung zwischen Materie und Geist verkörpert. Meine Leidenschaft für die Bildhauerei zeigt, wie Technik und Kreativität auf harmonische Weise miteinander verschmelzen.
Die Entdeckung meiner Leidenschaft
Schon als Kind hatte ich das Bedürfnis, mit meinen Händen zu arbeiten und dreidimensionale Objekte zu erschaffen. Nach einem Studium an der Freien Kunstschule in Stuttgart führte mich mein Weg erst Jahre später zurück zur Bildhauerei. Nach mehreren Kursen bei dem Bildhauer Gerhard Helmers, in denen ich das Handwerk und das Betrachten von Formen lernte, wuchs der Wunsch, eigene Wege zu gehen und meine kreative Ausdruckskraft weiterzuentwickeln.
Intention meiner Arbeit
Mein Ziel ist es, dem Stein Leben einzuhauchen und seine Schönheit zum Vorschein zu bringen – ihn lebendig werden zu lassen. Ich möchte ihm meine Seele schenken, ihn in Bewegung versetzen und ihm Leichtigkeit verleihen. Dabei sehe ich meine Arbeit als eine Hommage an die Natur.


Die Umsetzung meiner künstlerischen Vision
Zunächst habe ich mit Materialien wie Alabaster, Serpentin und Marmor gearbeitet. Schließlich führte mich mein Weg zum Speckstein. Bei der Bearbeitung dieses vielseitigen Steins konnte ich mir selbst beim Arbeiten zuschauen. Schnell lernte ich, Bewegungen und Drehungen zu erzeugen. Zu Beginn lasse ich mich von den natürlichen Formen des Steins inspirieren, bis ich den weiteren Weg spüre und meiner Intuition folge. Skizzen oder Entwürfe gibt es bei mir nicht; der kreative Prozess endet erst mit der fertigen Skulptur. Ich arbeite mit konvexen und konkaven Formen, die miteinander korrespondieren und eine eigene Dynamik entwickeln. Dabei entstehen Kanten, die der Skulptur einen besonderen Reiz verleihen. Meine Liebe zur Mathematik und mein Sport als Kunstradfahrerin spiegeln sich in den Formen des Steins wider. Alles ist in Harmonie und Balance gehalten.
